Mut ist bei Zebrafischen ansteckend

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Mut ist bei Zebrafischen ansteckend

Beitrag von mare-mundi Redaktion » 20 Jun 2012 10:21

Mut ist bei Zebrafischen ansteckend

Scheue Zebrafische werden offenbar kühner, wenn sie Kontakt mit mutigeren Fischen haben. Sie lernen von Artgenossen, Risiken einzuschätzen und sich unbekannten Objekten zu nähern, berichten Wiener Forscher in einer Studie.

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Diese Art des Lernens hilft den Fischen, zu große Risiken zu vermeiden, schreiben Sarah Zala und Dustin Penn vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Wilde und zahme Fische
Die Forscher beobachteten, ob sich die Fische nahe an ein bewegtes Objekt heranwagten oder lieber in einer Ecke des Aquariums versteckten. Zahme Zebrafische waren dabei mutiger als "wilde". Wurden die wilden Zebrafische aber gemeinsam mit den zahmen gehalten, waren sie bald tollkühner und schwammen näher an das Objekt heran. Umgekehrt wurden die zahmen Fische durch den Kontakt mit den scheuen hingegen nicht vorsichtiger, so die Forscher.

Es sehe zwar nicht sehr spektakulär aus, wenn ein Zebrafisch ein wenig näher an ein ihm unbekanntes Objekt im Aquarium heranschwimmt. Aber ein paar Zentimeter sind bereits eine Fischlänge - und diese könnte in der Natur darüber entscheiden, ob er einem Fressfeind zum Opfer fällt oder nicht, so Zala in einer Aussendung: "In der Welt der Zebrafische gehen die Tiere damit ein hohes Risiko ein."

Außerdem untersuchten die Forscher, ob die Fische im Trend schwimmen und ihr Verhalten an das einer größeren Gruppe anpassen. Darauf fanden sie jedoch keine Hinweise.

science.ORF.at/APA

Die Studie:
"Different social-learning strategies in wild and domesticated zebrafish, Danio rerio" ist im Journal "Animal Behaviour" erschienen (DOI:10.1016/j.anbehav.2012.03.029 :arrow: http://www.sciencedirect.com/science/ar ... 7212001571

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